Sie sind hier: Häufige Fragen und Antworten
1) Was versteht man unter "Auslandsrentner"?

Als "Auslandsrentner" werden Empfänger von Rentenzahlungen aus Deutschland bezeichnet, die im Ausland leben. Die von uns betreuten Auslandsrentner haben oft jahrzehntelang in Deutschland gearbeitet und Rentenansprüche erworben. Ihren wohlverdienten Ruhestand verbringen die Rentner nun im Ausland und beziehen aus Deutschland ihre Rente.

2) Was kostet mich die Betreuung durch die Steuerkanzlei Kassuba?

Wir informieren Sie über die Kosten unsere Beratung, bevor Sie uns beauftragen. Sie gehen somit kein ungewolltes Kostenrisiko ein. Zunächst sichten wir Ihre Steuerangelegenheit individuell und bemessen daran unser Honorar. Wir teilen Ihnen dieses Honorar dann mit. Sie können sich also entscheiden, ob Sie eine kompetente Beratung und Betreuung wünschen. Bei der Kostenermittlung haben wir auch diesen Grundsatz im Auge: Preis und Leistung müssen stimmen. Das ist für uns selbstverständlich.

3) Brauche ich einen Steuerexperten, der mir hilft?

Unser Tipp: Sie sollten sich fachkundig beraten und betreuen lassen, wenn Sie fürchten, dass Ihnen durch falsches Handeln eine "teure" Steuerforderung droht, weil Sie sich nicht zu 100 Prozent sicher sind, wie Sie richtig handeln sollen oder wenn Sie sich nicht genau mit der Steuermaterie auskennen.

Eine Beratung durch einen Steuerexperten ist dann sinnvoll! Wir helfen Ihnen.

Beachten Sie, dass es komplizierte und oft kaum durchschaubare Regelungen gibt, die ein Laie kaum versteht. Sogar das zuständige Finanzamt Neubrandenburg räumt in einem Schreiben ein: "Die Berechnung der ausländischen Einkünfte nach deutschem Steuerrecht gestaltet sich auf dieser Grundlage schwierig". (Quelle: Die Welt.Online vom 08.04.2012, Artikel: Nachzahlungen: Deutsche Auslandsrentner in der Steuerfalle")

4) Wieso verlangt das Finanzamt Neubrandenburg eine Steuererklärung?

Seit dem 1. Januar 2005 gelten neue Bestimmungen zur Besteuerung von Renten. Dies betrifft auch Rentenempfänger mit Wohnsitz im Ausland. Wenn Sie keinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, aber Rentenzahlungen erhalten, ist das Finanzamt Neubrandenburg für Sie zuständig. Anhand Ihrer Steuererklärung prüft das Finanzamt unter Berücksichtigung der mit Deutschland geschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen, ob und wie viel Steuern Sie in Deutschland zahlen müssen.

5) Bin ich verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben?

Ja, Auslandsrentner sind in der Regel verpflichtet, in Deutschland eine Steuererklärung abzugeben.

6) Was sind die Folgen, wenn ich die Steuererklärung nicht abgebe?

Kommt der Rentner seiner Verpflichtung nicht nach, kann das Finanzamt ihn durch Festsetzung von Zwangsgeldern zur Abgabe der Steuererklärung zwingen. Des Weiteren ist das Finanzamt in solchen Fällen berechtigt, die Besteuerungsgrundlagen zu schätzen (§ 162 AO). In der Praxis hat es sich herausgestellt, dass die Schätzungen des Finanzamts deutlich zu Ungunsten der Rentner ausfallen. Darüber hinaus muss der Auslandsrentner mit der Festsetzung von Verspätungszuschlägen nach § 152 AO rechnen.

Steuernachforderung: Spätestens wenn das Finanzamt einen Steuerbescheid mit einer Steuernachforderung erlassen hat, ist dringender Handlungsbedarf geboten. Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen wird die Steuerzahlung fällig und zwar unabhängig davon, ob die Steuer zu Recht oder zu Unrecht festgesetzt worden ist.

Säumniszuschlag: Wird die Steuer nicht bis zum Ablauf des Fälligkeitstages entrichtet, so entsteht nach § 240 AO für jeden angefangenen Monat der verspäteten Zahlung ein Säumniszuschlag, der zusätzlich zur geschuldeten Steuer an das Finanzamt zu zahlen ist.

Vollstreckung auch im Ausland: Wird die Steuerschuld nicht bezahlt, ist das Finanzamt berechtigt, Vollstreckungsmaßnahmen gegen den Rentner einzuleiten. Unter anderem können inländische Bankguthaben oder Rentenansprüche beim deutschen Rententräger gepfändet werden. Darüber hinaus kann das deutsche Finanzamt über ein internationales Vollstreckungsersuchen im Rahmen zwischenstaatlicher Amtshilfe auf Vermögen des Rentners im Wohnsitzstaat zugreifen.

Deutsche Behörden können aus den Art. 26 OECD-Musterabkommen entsprechenden Normen im Doppelbesteuerungsabkommen ermächtigt sein, Rentenzahlungen an Rentner mit Wohnsitz im Ausland an ausländische Behörden zu melden.

Steuerstrafverfahren: Grundsätzlich muss der Auslandsrentner auch mit der Einleitung eines Steuerstrafverfahrens rechnen, wenn er über steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollständige Angaben macht (§ 370 Abs. 1 AO).